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Vereinsgeschichte

Der Rassegeflügelzuchtverein Hainichen und Umgebung e.V. wurde im Jahre 1865 gegründet.
Als Gründer des Taubenclubs wurden die Herren W. Haupt, K. Lippmann, A. und E. Höppner, W. Kunze, K. Lange, Herr Näther und Herr Leutert Senior genannt. Ein genauer Gründungstag ist aber nicht mehr festzustellen.

Die ersten Ausstellungen für Tauben und Ziergeflügel fanden bereits im Jahre 1868 statt.
Seit 1871 konnten auch Hühnerzüchter, die keine Tauben züchteten, Mitglied im Taubenverein werden.
Ab 1893 beteiligten sich die Kaninchenzüchter mit an den Ausstellungen.
1902 trat der Verein dem Verband Sächsischer Geflügelzüchter bei.
1905 traten die Kaninchenzüchter dem Geflügelzuchtverein bei und man nannte sich fort an Geflügel- und Kaninchenzuchtverein zu Hainichen.
Durch das Anlegen der sogenannten Schreebergärten ist eine große Aufwärtsbewegung der Kleintierzüchter zu vermerken.

Der erste Weltkrieg ließ jedoch alle diese Hoffnungen im Keim ersticken und besonders durch die daraus resultierende Futternot gingen viele Zuchten ein. Vorrangig hatten damals die Menschen mit ihrer eigenen Versorgung zutun.
In den Jahren 1915 bis 1919 fanden keine Ausstellungen statt.
So bedurfte es großen Züchterfleiß und Engagement, dass in der ersten Nachkriegsausstellung im Jahre 1920 bereits wieder 502 Tiere zu sehen waren.

Die 50. Jubiläumsausstellung 1921 war bis dahin die größte Ausstellung mit 1000 Tieren.
Von da an war der Gasthof Ottendorf das Versammlungs- und Ausstellungslokal des Vereins.
1926 wurde dann auch die Verbindung zu den Kaninchenzüchtern gelöst, da die Interessen der beiden Züchtergruppen zu unterschiedlich waren.
Bei der 60. Ausstellung erreichte man die Höchste Anzahl ausgestellter Tiere mit 1610.
Der Zweite Weltkrieg mit seinen entsetzlichen Verlusten an Mensch und Tier setzte der Aufwärtsentwicklung der Rassegeflügelzucht ein jähes Ende.
1945 durften keine Versammlungen und Ausstellungen mehr durchgeführt werden.
Nach Kriegsende stand den Zuchtfreunden ein schwerer Neubeginn bevor.

Anfang 1946 wurde der Verein dank dem damaligen Vereinsvorsitzenden H. Martius und einigen älteren Mitgliedern wieder ins Leben gerufen, sie meisterten diese Hürde und stellten im November bereits 400 Tiere zur Schau.
Das Ausstellungslokal des Vereins war zu dieser Zeit der Gasthof Ottendorf.
Im Jahr 1953 wurde der Verein zur Sparte Rassegeflügelzüchter Hainichen umbenannt.
1956 hatte die Sparte stolze 120 Mitglieder.

1964 wurde beschlossen, aufgrund der vielen Frauen in der Sparte, eine Frauengruppe zu gründen. Dieser gehörten 12 Frauen an.
1966 wurde auch eine Jugendgruppe gegründet aus der sich vielversprechende Züchter entwickeln sollten. Ihr gehörten 7 Jungen an.

1972 übernahm unser Ehrenvorsitzender Horst Fischer den Vorsitz der Sparte und fungierte mit 25 Jahren die längste Zeit als Vorsitzender.
Im Jahr 1977 erreichte die Sparte ihren mit 137 Zuchtfreunden höchsten Mitgliederstand.

Ab 1981 wurde der Sparte die Kartoffelsortierhalle der LPG Pflanzenproduktion Hainichen für die Ausstellungen zur Verfügung gestellt.
Seit 1988 ist die "Gartenklause" das Versammlungslokal.
1989 wurde beschlossen dass jährlich in den Sommermonaten Juli oder August eine Zuchtbegehung bei wechselnden Zuchtfreunden stattfinden soll. Diese Tradition erfreut sich immer großer Zusage und ist jedes Mal ein Erfolg.

Im Juni 1990 erfolgte beim Kreisgericht wieder die Eintragung als Rassegeflügelzüchterverein Hainichen und Umgebung e.V..
Seit 1991 ist das Ausstellunglokal des Vereins das Haus des Karnevalvereins Hainichen.
Im Jahr 2000 hatte der Verein 60 Mitglieder und 5 Jugendliche.
2002 erreichte man mit 1250 Tieren die zweit höchste Zahl ausgestellter Tiere des Hainichener Rassegeflügelzuchtvereins.

2015 feierte der Verein sein 150- jähriges Vereinsjubiläum mit derzeit 39 Mitgliedern, davon 1 Ehrenvorsitzender, 4 Ehrenmitglieder und 1 Jugendlicher.

Die Vorstände des Vereins

1865 ?
1866 Gottlob Schmidt
1867- 1881 Wilhelm Haupt
1882- 1883 W. E. Ascheron
1883- 1884 Wilhelm Haupt
1884- 1888 A. John
1888- 1889 Luis Köhler
1889- 1892 Wilhelm Haupt
1892- 1894 Bruno Großer
1894- 1899 Ernst Büttner
1899- 1908 Max Riemer
1908- 1914 Adolf Krumpe
1914- 1920 Georg Schwerdtfeger
1920- 1922 Hugo Heynert
1922- 1923 Karl Bentsch
März 23- Nov. 23 Hugo Heynert
Dez. 23- Feb. 24 Emil Funke
1924- 1935 Hermann Martius
1935- 1936 Hugo Heynert
1937- 1944 Karl Haubold
1944- 1948 Hermann Martius
1948- 1957 Walter Schramm
1957- 1961 Richard Pöschel
1961- 1972 Felix Grombe